Februar 2009
Lange habe ich gebraucht um für Paul die richtige Art der Ernährung zu finden.
Eine große Reise durch die Futtermittelwelt haben wir hinter uns gebracht mit dem Ergebnis, das war alles nicht gut für Paul.
Er bekam immer wieder Durchfälle, Fellverfärbungen an den Vorderläufen, galliges Erbrechen, Aufstoßen und Blähungen.
Da war auch egal von welcher Firma das Futter stammte, ob es teuer oder preiswert war, wir kamen immer nach ein paar Wochen zum selben negativen Ergebnis.
Also begann ich über B.A.R.F. nachzudenken.
B.A.R.F.= Biologisch Artgerechtes RohFutter.
Ich besorgte mir Literatur, las mich quer durchs Internet und sprach mit Hundebesitzern, die ihren Hund auf diese Weise ernähren.
Dann wagte ich den Schritt und stellte ihn von heute auf morgen um.
Nix mehr TroFu sondern rohes Fleisch, Gemüse/Obst und fleischige Knochen.
Es war für uns Beide eine riesige Umstellung.
Paul wusste mit dem rohen Kram nix anzufangen und schaute mich immer ganz irritiert und fragend an.
Da fehlten nun die tollen Duft- und Lockstoffe, die ja im TroFu enthalten sind und an die sich Paul von Welpe an gewöhnt hatte.
Das größte Problem aber waren die Knochen.
Beim ersten Knochen habe ich 3 Stunden gebraucht um Paul klar zu machen, dass man sowas fressen kann und das er nicht zum Spielen ist.
Ich hatte Probleme mit der Futtermenge und war mir nicht sicher, ob er auch alles das bekam, was so ein stabiler Hund (37kg) an Nährstoffen benötigte.
Also ließ ich mir einen Ernährungsplan für Paul erstellen.
Die Gesamtfuttermenge wird dem Gewicht, dem Alter und der Aktivität des Hundes angepasst.
Eine eventuelle Kastration oder Erkrankungen spielen dabei auch eine Rolle.
Im Winter muss die Futtermenge erhöht werden, damit der Hund eine dickere Fettschicht anlegen kann, die ihn dann vor starker Kälte schüzt. (Siehe Januar 09 bei -15 Grad)
Im Frühjahr wird dann wieder abgespeckt.
Ich stellte Paul Anfang Februar 09 um und kann inzwischen sagen: TOP!
Keine Durchfälle, keine Fellverfärbungen, kein Erbrechen und Aufstoßen mehr.
Pauls Fell ist ein Traum geworden. Es ist samtweich und wesentlich dichter als zu TroFuZeiten.
Ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein.
Natürlich ist es mehr Arbeit, als wenn man einfach nur TroFu in den Napf gibt.
Paul war zu TroFozeiten eigentlich eher der Futtermäkler. Inzwischen rennt er nach dem Fressen noch etliche Male an den Napf, um zu gucken, ob nicht doch noch was drin ist.
Also ich kann es jedem Hundehalter nur empfehlen.